Samstag, 21. Oktober 2017

Rezension: Shining von Stephen King

Shining
von Stephen King

Im Original "The Shining"
übersetzt von Harro Christensen
Erster Teil zur Fortsetzung "Doctor Sleep"
Genre: Horror

Verlag: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 624
Taschenbuch: 10,99 €
Ebook: 8,49 €

1. Auflage: April 1985




Klappentext
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Ein Hotel in den Bergen von Colorado. Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller mit Psycho-Problemen, bekommt den Job als Hausmeister, um den er sich beworben hat. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er in den letzten Tagen des Herbstes an. Das Hotel "Overlook" ist ein verrufener Ort. Wer sich ihm ausliefert, verfällt ihm, wird zum ausführenden Organ aller bösen Träume und Wünsche, die sich in ihm manifestieren.



Meine Meinung
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Das Buch hab ich in meiner Jugend gelesen - ist also schon einige Zeit her. Da ich natürlich total neugierig auf Doctor Sleep bin wollte ich es deshalb unbedingt nochmal lesen, um mir alles wieder in Erinnerung zu rufen, auch wenn mir die Handlung noch gut im Gedächtnis geblieben ist. 

Ich lese ja nicht oft gruselige Bücher, aber wenn, erwarte ich ein schauriges Gefühl, eine Atmosphäre, bei der sich eine unheimliche Stimmung einstellt und mir Schauer über den Rücken laufen lässt: genau das hab ich endlich hier bei "Shining" gefunden!

Viele von uns kennen die Geschichte von Shining auch aus dem Film, mir ist da immer noch das irre Gesicht mit dem Axt schwingenden Jack Nicholson vor Augen - aber das Buch beginnt recht gemächlich, wie man es von Stephen King gewohnt ist. Trotzdem war von Anfang an eine gewisse Beklemmung spürbar, die im Laufe der Geschichte immer mehr zunimmt.

Der Protagonist Jack Torrance erhält die Stelle als Hausmeister im Hotel "Overlock", das sehr einsam in den Bergen von Colorado liegt. Er ist, wie man so schön sagt, eine gescheiterte Existenz, aber er möchte unbedingt, dass es wieder bergauf geht - vor allem wegen seiner Familie, seiner Frau Wendy und seinem 5jährigen Sohn Danny. 
Jack war Alkoholiker, ist aber schon seit Monaten trocken; allerdings verfolgen ihn einige Gespenster aus der Vergangenheit, was sehr schön immer wieder in die Handlung eingeflochten wird. 
Aber auch die Perspektiven von Wendy und Danny geben einen guten Einblick, über ihre Ängste und Sorgen, denn die Vorgeschichte hat schon einige dunkle Seiten, die nicht so leicht wegzustecken sind. Vor allem der Junge, Danny, muss viel verarbeiten, denn er hat das "Shining", das zweite Gesicht. Seine düsteren Vorahnungen stimmen schon von Beginn an auf die gruselige Atmosphäre ein, aber auch der verzweifelte Charakter von Jack lässt viel Spielraum für das, was die Familie im Hotel Overlook erwartet. 

Der Spannungsaufbau ist großartig und das beklemmende Gefühl steigert sich immer mehr. Dabei sind die Rückblicke der einzelnen Charaktere sowie das aktuelle Geschehen im Hotel perfekt miteinander verwoben und entwickelt ein unaufhaltsames Grauen, als sie tatsächlich durch die gnadenlosen Wetterverhältnisse von der Außenwelt abgeschnitten sind. 

Sehr gekonnt finde ich auch wieder die versteckten Parallelen zwischen der Kindheit und der Gegenwart der Figuren. Ihnen selbst ist das durchaus bewusst, doch sie fühlen sich beinahe ohnmächtig gegenüber den Einflüssen und Erfahrungen, die sie jahrelang geprägt haben. Da ich gerade "Es" gelesen habe ist mir das umso mehr aufgefallen, da King das Thema dort auch sehr intensiv aufgreift. 
Wenn man nicht so darauf achtet, mag einem das gar nicht bewusst auffallen, aber ich fand die Entwicklung und Darstellung hier sehr prägnant und nicht minder gruselig!

Insgesamt ein absolut gelungenes Horror Buch, das den Namen definitiv verdient, so ein unheimliches Gefühl beim Lesen hatte ich schon lange nicht mehr!

Bewertung
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 http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/5%20Sonnen


© Aleshanee
 

Ebenfalls rezensiert von






Über den Autor: Stephen Edwin King wurde am 21.9.1947 in Portland, Maine, geboren. Nach dem Studium der englischen Literatur an der University of Maine (und seiner Heirat mit Tabitha Spruce) trat er 1971 eine Stelle als Lehrer an der Hampden Academy in Maine an. Nach ersten Veröffentlichungen von Kurzgeschichten kam 1974 sein erster Roman Carrie auf den Markt - der Beginn seiner Karriere als freier Schriftsteller. Bis heute lebt und arbeitet Stephen King in Maine.
Quelle: Bastei Lübbe

Die Reihe

1 - Shining

 

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    irgendwie interessant selbst am Buchmarkt gibt es den Retrotrend mit Herr King.

    Als mal leidenschaftliche Leserin von Stephen King habe ich alle seine Romane,

    auch die unter seinen Pseudonym Richard Bachman....da gibt es insgesamt 7 und diese kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen. Einfach nur cool, denn es sind oft Alltagsdinge und Begebenheiten die einem dann so das Fürchten lehren....

    LG..Karin..

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    1. Ja, man hört und sieht seit Wochen / Monaten wieder immer mehr von King. Wahrscheinlich weil der neue Film rauskam - da war wohl etwas Werbung nötig :)
      Auch wenn er sie nicht braucht - aber ich hab ja auch ewig lange nichts mehr von ihm gelesen und jetzt wieder Lust drauf bekommen!

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  2. Hi :D

    Ich liebe King ja und "Shining" hatte ich letztes Jahr um die Halloweenzeit auch mal wieder gelesen. Ich liebe die Geschichte einfach. "Doctor Sleep" habe ich aber auch noch nicht gelesen, bin noch etwas hin und hergerissen ;/ Die neueren Bücher von King waren bisher nicht so meins!

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Doctor Sleep hab ich gleich im Anschluss daran gelesen - meine Rezension dazu kommt morgen.
      Es ist total anders als Shining, aber ich fands genauso gut, auf seine eigene Art ;)

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  3. Hey Aleshanee,

    wir wissen ja schon, dass ich mich an solche Bücher einfach nicht rantraue, aber ich habe immerhin ein paar im Kopf denen diese Bücher unglaublich gut gefallen würden. *g*
    Mich gruselt es schon, wenn ich nur daran denke es lesen zu müssen. :D

    Liebe Grüße, Ruby

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    1. Ein bisschen Gruseln mag ich schon ab und an gerne, vor allem jetzt in den Wochen vor Halloween :D

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  4. Hi Alex,

    du wirst es nicht glaube, aber ich hatte mal eine Stephen King-Phase und Shining fand ich damals einfach nur großartig! Ich kann total verstehen, dass dich das Buch begeistert hat!

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Ja, meine King Phase ist schon ewig her, aber ich würde sie gerne so ein bisschen wieder aufleben lassen. Da hat mir der re-read wirklich gut getan :)

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