Montag, 4. September 2017

Rezension: Snowblind von Christopher Golden

Snowblind - Tödlicher Schnee


von Christopher Golden

Genre: Mystery-Thriller mit subtilem Horror

Verlag: CrossCult
Seitenzahl: 455
Taschenbuch: 15,00 €
Ebook: 7,99 €

1. Auflage: Sept 2017






Klappentext
 

Das kleine Städtchen Coventry in New England hat schon tausende Schneesturme erlebt … aber noch keinen wie diesen.

Menschen gingen in das weiße Gestöber und kamen nie mehr zuruck. Jetzt, zwölf Jahre später, zieht ein weiterer Sturm auf und die Bewohner von Coventry erinnern sich an diejenigen, die sie im Schnee verloren haben. Ein Fotograf trauert um seinen kleinen Bruder. Der Tod seiner Frau hat tiefe Narben im Leben eines Gelegenheitsdiebs hinterlassen. Und auf der anderen Seite des Landes erhält eine Frau einen Anruf … von einem Mann, der seit zwölf Jahren tot ist.
Der neue Sturm wird noch schrecklicher als der Letzte werden und die Erkenntnis bringen, dass der Albtraum gerade erst anfängt.


 Meine Meinung
 

Ein Sturm braut sich zusammen über dem Städtchen Coventry in Boston, Massachusetts. Schon von der ersten Seite an hat es der Autor geschafft, genau diese Stimmung einzufangen: das Schneetreiben, die Kälte, die die Anwohner in die Häuser treibt, und kleine, aber doch schon unheimliche Details, die etwas grauenvolles ankündigen.

Ella ist 32, eine alleinstehende, bodenständige Frau und Besitzerin des Restaurants "The Vault"

TJ ist Musiker und spielt immer wieder live auf seiner Gitarre im "The Vault" und hat eine heimliche Zuneigung zu Ella entwickelt.

Allie Schapiro ist Witwe und ihre Liebe zu Nick soll nun offiziell werden und sie hoffen, dass ihre Kinder damit klar kommen werden.

Joe Keenan hat eine Karriere als Police Officer vor sich und ist motiviert, seinen Job gut zu erledigen.

Doug Manning gilt allgemein als Versager, doch er gibt sein Bestes, um seiner Frau Cheri trotz der desolaten Wirtschaftslage ein gutes Leben zu bieten.

Sie alle sind involiert in die Ereignisse, die sich während des heftigen Blizzards zu einem schrecklichen Unglück nach dem anderen aneinanderreihen. 
Sie alle sind ganz normale Menschen, mit Ecken und Kanten, mit Stärken und Schwächen und dabei individuell aber doch authentisch und man kann sich sehr gut mit ihnen identifizieren. Alltäglicher Alltag, in den sich das Grauen auf leisen und doch stürmischen Sohlen einschleicht und das Leben aller aus seinen Angeln reißt. 
Genau da setzt der Autor an, denn diese an sich ganz normale Situation eines Schneesturms entwickelt sich zu einem perfiden Spiel, das keiner der Figuren auch nur hätte ahnen können!

Erzählt wird aus den verschiedenen Perspektiven und zeigt damit sehr eindrucksvoll, wie unterschiedlich jeder mit dem Geschehen umgeht. Doch dieser Sturm war nur der Anfang, denn 12 Jahre später kündigt sich abermals ein Blizzard an und jeder von ihnen wird erneut mit etwas konfrontiert, was sie an die Grenzen ihres Vorstellungsvermögen treibt. 
Dabei verbindet der Autor sehr geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart, die Schicksale der Figuren - es wird unheimlicher, die neuen Entwicklungen treiben die Spannungen immer mehr in die Höhe und das Finale endet mit einem besonderen Knalleffekt.  

Zusammengefasst
 

Thematik: Der Umgang mit dem Tod und der Kampf ums Überleben in vielen Variationen
Schreibstil: leise, atmosphärisch dicht und sehr fesselnd
Charaktere: ein buntes Sammelsurium, aus dem Leben gegriffen, greifbar
Spannung: unterschwellig immer vorhanden, unheimlicher Unterton, der sich immer mehr steigert
Umsetzung: Sehr gut aufgebaut und durch die Figuren und Atmosphäre absolut gelungen

Bewertung
 

 http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/5%20Sonnen


 © Aleshanee



Über den Autor:  Christopher Golden ist der mehrfach ausgezeichnete Autor vieler Fantasy-, Mystery- und Horror-Romane (Buffy, The Myth Hunters, Strangewood uvm.) und Comics. Seine Bücher erschienen bislang mit einer Auflage von über 8 Millionen Exemplaren. Er lebt mit seiner Familie in Massachusetts, USA.
Quelle: CrossCult Verlag


Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Aleshanee,
    auf das Buch aufmerksam geworden bin ich schon letzte Woche bei NiWa. Doch nun, nach deiner wirkllich gelungenen Rezi, mag ich das Buch unbedingt lesen.
    Danke dafür!
    Ich wünsche dir einen guten Start in eine wundervolle, neue Woche.
    Liebste Grüße, Hibi

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    1. Nachtrag: bis eben hatte ich ja noch kein Wunsch-der-Woche-Buch. Jetzt schon und verlinkt habe ich dich natürlich auch. ;-)

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    2. Da geb ich doch gerne nochmal einen Anstoß! :) Das Buch ist wirklich toll und ich bin sicher, dass du damit einige sehr spannende Stunden verbringen wirst!

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  2. Guten Morgen Aleshanee,

    das Buch klingt wirklich spannend. Ich mag so leise unheimliche Untertöne. Das Buch setzte ich mir jetzt also auf die Liste. Ich schleiche schon seit einer Weile drumherum, aber deine Rezi überzeugt mich, dass ich es brauche. :D

    Liebe Grüße,
    Sam

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    1. Oh, na dann ist es genau das richtige für dich! Bin gespannt, wie du es finden wirst :)

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  3. Hi Alex,

    mit deiner Rezi machst du mich noch ein bisschen neugieriger auf dieses Buch und ich glaube, dass ich es mir bald kaufen muss :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Das ist genau das richtige für die stürmischen dunklen Herbsttage ;) Da wünsch ich dir viel Spaß dabei!

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  4. Hallo Aleshanee,

    das Buch haben wir ähnlich empfunden. Dieser eiskalte Sturm hat mich richtig durch das Buch gepeitscht, ich fand es sehr gut umgesetzt. Mir hat's nur ein bisschen an Hintergrundinformationen gefehlt - also, ich hätte gern mehr über den Grund erfahren. :)

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ja, da hast du wohl recht, aber gerade im Bereich Grusel / Horror erwarte ich nicht so viel über Hintergründe *lach* Ist komisch, aber das ist so. Bei allen anderen Genres bin ich ja anders, aber hier haben mir die wenigen Andeutungen gereicht. Ich hab das jetzt nicht unbedingt wissen müssen, woher das alles kommt.
      Ich glaube, das liegt auch immer ein bisschen daran, wie man die Geschichte aufnimmt, manchmal fehlt einem Information und manchmal braucht man sie gar nicht, weil man es einfach so hinnimmt.

      Ohne deinen Kommentar wäre mir das gar nicht aufgefallen, dass die Erklärung ja eigentlich fehlt *lach*

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