Samstag, 9. September 2017

Rezension: Aquila von Ursula Poznanski

Aquila von Ursula Poznanski


Genre: Thriller / Jugendbuch
empfohlen ab 14 Jahren

Verlag: Loewe
Seitenzahl: 432
Hardcover: 16,95 €
Ebook: 12,99 €

1. Auflage: Aug 2017






Verlagsinfo
 

Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn ...

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen? 



Meine Meinung
 

Ein sehr packender Pageturner!
Schon von der ersten Seite an erlebt man mit Nika ihr Erwachen in der WG, die sie sich mit ihrer Studienkollegin Jenny teilt und ihre verzweifelte Suche nach er Wahrheit. Denn die letzten drei Tage sind komplett aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Es gibt kein großes Vorspiel und so ist man sofort mittendrin!

Nika studiert erst seit 8 Wochen in Italien in der schönen Stadt Siena. Bisher gefiel es ihr sehr gut, auch wenn sie noch nicht viel Anschluss gefunden hat. Mit ihrer Mitbewohnerin Jenny versteht sie sich, auch wenn diese teilweise etwas merkwürdige Avancen hat. 
Der Filmriss beschert Nika große Probleme, denn sie findet sich in ihrer Wohnung wieder, eingesperrt und ohne Pass, ohne Handy und Erinnung. Anfangs glaubt sie noch an einen Scherz, doch schon bald schleicht sich ein bitterer Ernst in ihre Situation und mysteriöse Details tauchen auf, die sie sich nicht erklären kann. 
Sie versucht dabei ruhig zu bleiben und sich ihren Humor zu bewahren, doch die harmlosen Hinweise gehen recht schnell über einen bizarren Streich hinaus. Die Angst nagt an ihr und sie weiß nicht, wem sie trauen kann. Das war auch das faszinierende, dass man mit ihr zusammen auf die Spuren gestoßen ist, ohne wirklich zu ahnen, was dahinter steckt. Bis zum Schluss konnte man miträtseln, denn erst am Ende werden alle Puzzleteile zusammengesetzt. 

Manche Entscheidungen von Nika waren etwas unlogisch, was aber natürlich auch an der besonderen Situation lag - ich denke, dass da jeder abwegige Entscheidungen treffen würde, weil man einfach komplett überfordert ist. Das Tempo war gut gewählt, denn auch wenn es immer zügig voranging, wurde genug Zeit gefunden, um mich den Flair der italienischen Stadt Siena spüren zu lassen und auch die anderen Figuren prägnant in Szene zu setzen. 
Vor allem Nika und ihrer Verzweiflung erlebt man aus ihrer Sichtweise sehr intensiv und hab ich das Buch kaum aus der Hand legen können, man will einfach wissen, was dahintersteckt und wird immer wieder mit neuen Hinweisen geködert.

Einzig die Aufklärung war für mich etwas sehr an den Haaren herbeigezogen. Einerseits natürlich toll, weil man mit sowas nicht gerechnet hatte, andererseits aber schon recht zusammen konstruiert. Trotzdem ein rasanter und super spannender Thriller, der sehr viel Spaß gemacht hat!

Zusammengefasst
 

Thematik: Nervenaufreibende Suche nach der Wahrheit
Schreibstil: Rasant, flüssig und rundum treffend beschrieben
Charaktere: Gut gezeichnet, manchmal etwas abwegig, aber immer stimmig
Spannung: Von Anfang bis Ende immer vorhanden
Umsetzung: Schöne Kulisse, viel Nervenkitzel, nur das Ende ist etwas sehr konstruiert

Bewertung
 


© Aleshanee


 

Über die Autorin: Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.
Quelle: Loewe Verlag

Website der Autorin
Andere ebenso gute Jugendthriller der Autorin

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Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    Ursula Poznanski Romane haben immer das besondere Extra, meiner Meinung nach. Und werden deshalb auch so gerne gelesen.

    LG...Karin...

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    1. Ich mag sie auch gerne. Mit der Aufklärung am Ende ist es halt etwas fragwürdig, aber das macht nicht viel aus, zumindest mir, denn die Spannung war für mich die ganze Zeit vorhanden :)

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  2. Liebes Alexandra,

    eine sehr schöne Rezension, die mich daran erinnert, dass ich bald mal wieder einen Poznanski-Roman zur Hand nehem sollte. Ich habe bisher nur gute Meinungen zu dem Buch gehört/ gelesen und möchte das Buch sehr bald lesen :) Ich liebe ihre Thriller einfach total!

    ich wünsche dir ein schönes Wochenende und lass mal liebe Grüße da :)
    Caterina

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    1. Dankeschön! Das solltest du auf jeden Fall tun! Ich kanns jedenfalls uneingeschränkt empfehlen :D
      Ich wünsch dir auch ein schönes Wochenende!

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  3. Liebe Aleshanee,

    jetzt kann ich ja was dazu sagen. Das wollte ich nicht, bevor Du es gelesen hast.
    Ich fand es phasenweiße etwas langweilig. 😳
    Der Schluß ist wieder enorm, aber Nica hat mich nicht wirklich gefesselt.

    Um so mehr freue ich mich, dass es Dir sehr gut gefallen hat!
    Liebste Grüße
    Lilly

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    1. Hm, also Nica als Charakter, weiß ich jetzt gar nicht, aber das war für mich auch nicht so im Vordergrund. Es ging mir hauptsächlich um das Geheimnis, was in diesen drei Tagen steckt und wie sie dahinter kommt das fand ich schon durchwegs fesselnd!
      Das Ende dagegen, das fand ich schon sehr weit her geholt *lach* Hat mich dann aber im Endeffekt auch nicht wirklich gestört, jedenfalls wars überraschend :)

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  4. Hey Aleshanee,

    ich überlege ob das auch ein Buch für mich sein könnte und ich würde mal sagen, das könnte durchaus so sein. Ich werde mal in die Leseprobe reinschnuppern, wie mich der Schreibstil überzeugen kann. Deine Rezi macht auf alle Fälle Lust aufs Buch. ;)

    Liebe Grüße, Ruby

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    1. Ja, mach das mit der Leseprobe!

      Das Ende ist halt wie gesagt sehr an den Haaren herbeigezogen - wenn dich das nicht stört, dann los :D Den Rest empfand ich einfach nur als wirklich spannend.

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  5. Hi Alexandra,

    eine schöne Rezi und mir das Buch ebenfalls gut gefallen. Gerade die Verzweifelung von Nika sowie der italienische Flair hat Ursula Poznanski sehr gut rüber gebracht. Ebenso wusste ich bis kurz vor Schluß nicht, wie alles zusammenhängt - so soll das sein :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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