Sonntag, 26. Februar 2017

Rezension: Saving Grace von B. A. Paris

Saving Grace
Bis dein Tod uns scheidet
von B. A. Paris

Im Original: Behind Closed Doors
übersetzt von Wulf Bergner
Genre: Psychothriller

Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 352
Taschenbuch: 9,99 €
ebook: 8,99 €

1. Auflage: Nov 2016




Klappentext
 

Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite …



Meine Meinung
 

Ich muss zugeben, dass ich anfangs, also bei den ersten 100 Seiten, noch etwas gelangweilt war. Man lernt Grace kennen, Grace und ihren Mann Jack. Man bemerkt sofort die feinen Nuancen, die das Paar seltsam erscheinen lassen. Zu perfekt, zu harmonisch und man weiß sofort, dass da etwas nicht stimmt. 

Grace erzählt aus der Ich Perspektive abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Die ganzen Erinnerungen, wie sie Jack kennengelernt hat, fand ich etwas mühsam, denn die Kurzfassung erfährt man eigentlich schon auf den ersten Seiten. Das alles nochmal durchzukauen fand ich nicht nötig, auch wenn die Autorin versucht, hier genau zu zeigen, wie Grace in die Falle tappen konnte.

Dann zieht die Spannung aber an und da hat sich B. A. Paris wirklich ein sehr perfides Spiel ausgedacht. Immer größere Abgründe tun sich auf und ich war mir auch nicht sicher, wie das ganze wohl enden wird; denn es gibt Tendenzen in beide Richtungen. 

Die Protagonisten sind ja schon um die 40 und deshalb kam mir Grace Verhalten ehrlich gesagt etwas seltsam vor. Auch wenn ich mich nach einem Mann, einer Familie sehne und Angst habe, ich krieg keinen mehr ab, bin ich doch nicht so blauäugig! Da hätte ihr einiges am Anfang ihrer Beziehung auffallen müssen - aber manchmal lässt man sich wohl gerne blenden. Allerdings entwickelt sie dann doch einen ziemlichen Kampfgeist und sehr lieb gewonnen hab ich auch ihre Schwester Millie! 
Jack selbst, ein Psychopath schlechthin ... der spielt seine Rolle schon sehr perfekt. Er war mir ein bisschen zu glatt, aber das hat einfach super in die Geschichte gepasst und ich möchte nicht wissen, wie viele solcher Gruselgestalten tatsächlich unbemerkt durch die Welt laufen ...

Die Freunde von Grace und Jack - oberflächliche Leute aus der Oberschicht die gerne Dinnerpartys geben, sind jetzt nicht so meine Welt und ich konnte mich da auch gar nicht so einfinden in diese Gesellschaft. Vor allem natürlich, da es ja keiner zu merken scheint. Bis eine neue Familie in der Nachbarschaft auftaucht; diesen Zug fand ich im Endeffekt ziemlich genial gemacht.

Der Anfang war also etwas mau mit viel Beziehungsgerede, dass langsam aber stetig auf die subtilen und mehr als grausamen Psychospielchen eingestimmt hat. Dann aber wie gesagt extrem spannend und steigerte sich auch bis zum Schluss. Nur zwischendurch gabs ab und an Passagen, die mir ein bisschen das Tempo rausgenommen haben. Für Thriller Liebhaber auf jeden Fall zu empfehlen!

Bewertung
 

http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/4%20Sonnen
 © Aleshanee




Über die Autorin: B.A. Paris wuchs in England auf, hat jedoch den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Frankreich verbracht. Sie arbeitete in der Finanzbranche und als Lehrerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren fünf Töchtern lebt sie auch heute noch in Frankreich. »Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet« ist ihr erster Roman.
Quelle: Blanvalet Verlag

Kommentare:

  1. Hi 😀

    Also ich fand dieses Buch von Anfang an Mega, für mich war das seit langem mal wieder ein echter Psychothriller und ich glaube, dass ich mich noCh lange an die Geschichte erinnern werde! 😀

    Liebe Grüsse
    Jessi

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    1. Da man ja im Prinzip schon ungefähr weiß, worauf es hinausläuft, fand ich den Anfang schon etwas zu langgezogen ... diese ganze Kennenlernphase hätte man meiner Meinung nach schon kürzen bzw. etwas anders machen können.
      Auch fand ich Grace am Anfang schon sehr "naiv", aber das musste halt irgendwie so sein, sonst wäre es ja nicht dazu gekommen.
      Aber die Spannung war schon sehr sehr gut! Da konnte man wirklich nicht mehr zum Lesen aufhören!

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  2. Hola. Ich habe vor einiger Zeit mal die ersten Seiten gelesen und das Buch daraufhin sofort wieder auf den Stapel der Buchhandlung gelegt. ;-) Anscheinend lohnt ein zweiter Blick.
    LG

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    1. Ja, der Anfang ... war jetzt auch nicht unbedingt meins und hätte mir anders besser gefallen. Aber ich finde es lohnt sich definitiv, weil es wirklich sehr überraschend krass wird und vor allem extrem spannend ;)

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  3. Huhu Alex,

    ich fand den Thriller einfach nur genial! Ich glaube, ich hab lange nicht mehr so sehr mit einer Prota mitgelitten, wie mit Grace. ☺

    Liebe Grüße
    Silke

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    1. Ja, gelitten hab ich auch! Das war schon ziemlich heftig!
      Aber anfangs war sie halt schon ein bisschen naiv ... da hätte ich schon viel früher die Bremse gezogen ^^

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